Hoher Besuch in der Wienbrede-Sporthalle: Der ranghöchste Meister der Hapkido-Kampfkunst, der koreanische Großmeister Chung Yong Seok (8. Dan) war zu Gast bei der Hapkido-Abteilung des Werner SC. Der Vorsitzende der World Hapkido Association Deutschland war persönlich angereist, um 46 Prüflingen die nächste Gürtelgraduierung abzunehmen.
Für viele Kinder und Jugendliche war es die Premiere auf der Matte. Der Weg vom ersten Gelbgurt (9. Kup) bis zum schwarzen Gürtel (1. Dan) ist lang und fordernd – das wurde bei der Prüfung deutlich. Nicht nur die Aktiven kamen bei der Demonstration von Fuß-, Schlag- und Wurftechniken ins Schwitzen; auch Eltern und Geschwister fieberten am Mattenrand mit. Den lautstarken Höhepunkt bildete der abschließende Bruchtest, bei dem jeder Teilnehmer ein zwei Zentimeter starkes Holzbrett durchschlagen musste. Großmeister Chung zeigte sich mit den gezeigten Leistungen äußerst zufrieden. Alle 46 Prüflinge konnten ihre verdienten Urkunden entgegennehmen.
Dass Hapkido weit mehr als nur körperliche Ertüchtigung ist, betont WSC-Coach Andreas Schlüter. „Hapkido ist eine Kampfkunst zur Selbstverteidigung und für mich ein Stück Lebensphilosophie“, erklärt der erfahrene Sportler. Das Training stärke das Selbstbewusstsein und vermittle ein sicheres Gefühl – eine Erfahrung, die Schlüter auch in seinem Berufsalltag bei der Polizei prägte: „Der Sport gibt die nötige Kraft und Besonnenheit für den Dienst. Man weiß: Wenn es darauf ankommt, kann ich mich verteidigen.“
Mit großem Applaus wurden sowohl der Großmeister als auch die erfolgreichen Sportler verabschiedet.






